- Der Anthbot M9 Pro ist seit dem 27. Juli 2026 regulär erhältlich; die UVP liegt nach übereinstimmenden Angaben mehrerer Fachmedien bei 1.299 Euro, das kleinere Schwestermodell M5 Pro bei 999 Euro.
- Neu ist das von Anthbot als HoloSense Quad-Fusion bezeichnete Navigationssystem aus 360°-LiDAR, RTK, NetRTK per Mobilfunk und zwei KI-Kameras.
- Die Angaben „bis 1.000 m²“, „Einrichtung in wenigen Minuten“ und „über 1.000 erkannte Objekte“ stammen vom Hersteller und sind bisher nicht unabhängig nachgemessen.
- Das reine LiDAR-Modell der M-Serie, der M5 LiDAR, ist im Herstellershop auf 500 m² ausgelegt – die 1.000-m²-Klasse deckt Anthbot bislang nur mit kombinierter Sensorik ab.
- Ein erster Praxisbericht lobt Navigation und Schnittbild, kritisiert aber die Erkennung kleiner Hindernisse – ein Punkt, den Firmware-Updates erst noch belegen müssen.
Marktstart am 27. Juli 2026: Was seit dieser Woche wirklich lieferbar ist
Der zeitliche Bezug ist eindeutig: Anthbot hat den M9 Pro ab Mitte Juli 2026 zur Vorbestellung angeboten, der reguläre Verkaufsstart war der 27. Juli 2026. Das berichten unter anderem connect, haus-garten-test und appgefahren übereinstimmend. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt demnach bei 1.299 Euro.
Das zweite Modell der neuen M-Pro-Reihe, der M5 Pro für Flächen bis 500 m², ist mit 999 Euro gelistet, soll laut connect aber erst zu einem späteren Zeitpunkt in den Handel kommen. teltarif nannte Startangebote von 899,10 Euro für den M5 Pro und 1.169,10 Euro für den M9 Pro – solche Aktionspreise gelten typischerweise nur befristet und sagen nichts über das Preisniveau in der laufenden Saison aus.
Für Vorbestellerinnen und Vorbesteller legte Anthbot nach Angaben von notebookcheck und nordbayern eine Mähroboter-Garage im Wert von 169 Euro bei, solange der Vorrat reicht. Ob diese Zugabe nach dem Verkaufsstart weiterläuft, ist offen – prüfe das direkt beim Händler, statt dich auf ältere Meldungen zu verlassen. Aktuelle Preise und Lagerbestände erhebt LagerAlarm.eu live; die hier genannten Zahlen sind ausschließlich Angaben aus den verlinkten Quellen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
- Verkaufsstart M9 Pro: 27. Juli 2026, UVP 1.299 Euro (Herstellerangabe, mehrfach berichtet)
- M5 Pro: 999 Euro, Auslieferung laut connect später
- Startaktionen und Zugaben sind befristet und kein dauerhafter Preis
M5, M9, M5 LiDAR, M5 Pro, M9 Pro: die Modellnamen sauber auseinanderhalten
Die M-Serie ist inzwischen unübersichtlich, und genau daraus entstehen die widersprüchlichen Meldungen zum Thema „LiDAR bis 1.000 m²“. Im Herstellershop stehen aktuell nebeneinander: der M5 (RTK plus Dual Vision, bis 500 m²), der M9 (RTK plus Dual Vision, bis 1.000 m²) und der M5 LiDAR (360°-LiDAR plus Dual Vision, bis 500 m², ausdrücklich ohne RTK).
Der M5 LiDAR ist damit das einzige Modell, das ohne Satellitenkorrektur auskommt – er ist im US-Shop von Anthbot mit 949 US-Dollar ausgezeichnet und laut Produktseite für „kompakte, umschlossene Gärten“ bis 500 m² gedacht. Wer 1.000 m² mit LiDAR abdecken will, landet folglich beim M9 Pro, bei dem LiDAR nur einer von vier Bausteinen ist.
Diese Unterscheidung ist kaufentscheidend: Ein Text, der pauschal von „der Anthbot M-Serie mit LiDAR für 1.000 m²“ spricht, vermischt zwei technisch verschiedene Geräte. Neben der M-Serie führt Anthbot außerdem die N-Serie (mit Fangkorb- und Kehrfunktion), die kamerabasierte Genie-Serie und die kabelgebundene Pion-Serie.
- M5 LiDAR: 360°-LiDAR + zwei HDR-Kameras, kein RTK, bis 500 m² (Herstellerangabe)
- M9: RTK + Dual Vision, bis 1.000 m², 5-Ah-Akku laut Datenblatt-Listungen
- M9 Pro: LiDAR + RTK + NetRTK + KI-Kameras, bis 1.000 m²
- Genie-, N- und Pion-Serie laufen parallel weiter
Was 360°-LiDAR plus Dual-AI-Vision im Garten tatsächlich leisten muss
LiDAR tastet die Umgebung dreidimensional ab und ist damit unabhängig von Satellitensicht – ein klarer Vorteil unter Bäumen, an Hauswänden oder in schmalen Durchgängen, wo reine RTK-Systeme Korrekturdaten verlieren. Der Preis dafür: LiDAR braucht Struktur. Auf einer großen, offenen Rasenfläche ohne Zaun, Hecke oder Mauer fehlen die Bezugspunkte, an denen sich die Karte festmachen lässt. Genau mit diesem Argument begründet Anthbot die Kombination mehrerer Verfahren.
Die zwei Kameras übernehmen zwei Aufgaben: Sie unterscheiden Gras von Weg oder Beet, was für sauberes Kantenmähen nötig ist, und sie klassifizieren Objekte. Anthbot gibt für die KI-Erkennung „über 1.000 Objekte“ an, darunter Menschen, Haustiere und Wildtiere wie Igel. Für die Kameras nennt der Hersteller einen Blickwinkel von 150 Grad und HDR-Technik, damit auch bei Gegenlicht und Schatten etwas Verwertbares ankommt.
Entscheidend ist im Alltag nicht die Zahl der Objektklassen, sondern das Verhalten in Grenzfällen: niedrige, dünne Hindernisse wie Gartenschlauch, Spielzeugteile oder Fallobst, außerdem nasses Laub und tiefstehende Sonne. Ein erster deutschsprachiger Praxisbericht (mein-gartenexperte) beschreibt genau hier die Schwachstelle: Große Gegenstände seien meist unproblematisch, kleinere würden noch nicht zuverlässig genug erkannt.
- Stärke von LiDAR: Navigation ohne freie Satellitensicht, enge und verschattete Bereiche
- Schwäche von LiDAR: wenig Struktur auf offenen Flächen
- Kameras liefern Kantenerkennung und Objektklassifizierung, sind aber lichtabhängig
- Igel- und Haustierschutz ist ein Sicherheitsthema, kein Komfortmerkmal
Passende Gartengrößen und Grundstückszuschnitte
Für den M9 Pro nennt ein Testbericht auf deskmodder eine empfohlene Fläche von 800 bis 1.000 m², während das Datenblatt theoretisch bis 1.500 m² angebe. Solche Spannen sind üblich: Die obere Zahl gilt für ideale, zusammenhängende Flächen, die untere für reale Gärten mit Zonen, Wegen und Hindernissen.
Die geometrischen Grenzwerte sind für den Zuschnitt oft wichtiger als die Quadratmeterzahl. Laut Herstellerangaben, wiedergegeben unter anderem bei mein-gartenexperte, schafft der M9 Pro Steigungen bis 45 Prozent beziehungsweise 24 Grad, überwindet Hindernisse bis 3 cm Höhe und fährt durch Engstellen ab 65 cm Breite. Bis zu 32 Zonen lassen sich verwalten – relevant, wenn Vorgarten, Hintergarten und Randstreifen getrennt liegen.
Zur Leistung nennt Anthbot 150 m² pro Stunde bei 20 cm Schnittbreite und einem Fünf-Klingen-Mähteller; die Schnitthöhe ist per App zwischen 3 und 7 cm einstellbar. Rechnerisch bedeutet das für 1.000 m² rund sieben Stunden reine Mähzeit, Ladepausen nicht eingerechnet – ein Grundstück dieser Größe wird also über mehrere Einsätze abgearbeitet. Wer viele getrennte Teilflächen ohne befahrbare Verbindung hat, sollte vorab klären, wie der Roboter zwischen ihnen wechselt.
- Sinnvoll: verwinkelte Einfamilienhausgärten mit Zäunen, Hecken und Baumbestand
- Grenzwertig: sehr große, offene Flächen ohne Strukturen und mit weit verstreuten Zonen
- Prüfe Engstellen (Angabe ab 65 cm), Stufen über 3 cm und Hanglagen über 24 Grad
- 1.000 m² sind bei 150 m²/h ein Mehrtages- oder Mehrfahrten-Programm
Herstellerangabe oder belegter Wert: diese Punkte sind noch offen
Praktisch alle plakativen Zahlen dieses Marktstarts stammen aus Unterlagen von Anthbot: die Flächenangaben, die Einrichtung „in wenigen Minuten“ (für den M5 LiDAR gibt der Hersteller drei Minuten an, für den M9 rund zehn), die Erkennung von über 1.000 Objekttypen, 45 Prozent Steigfähigkeit, IPX6 und ein Geräuschpegel von höchstens 58 dB. Auf mehreren Produktseiten steht ausdrücklich der Hinweis, dass die Werte aus dem hauseigenen Labor stammen.
Unabhängig geprüft ist davon bisher wenig. Erste deutschsprachige Tests liegen vor, wurden aber überwiegend mit vom Hersteller gestellten Geräten und über kurze Zeiträume durchgeführt – deskmodder weist im Beitrag selbst auf das bereitgestellte Testgerät hin. Aussagen zu Langzeitthemen wie Kartenstabilität über eine ganze Saison, Verhalten bei Dauerregen, Akkualterung oder Ersatzteilversorgung sind daher noch nicht belastbar.
Für dich als Kaufinteressent heißt das: Behandle Flächen- und Zeitangaben als Zielwerte des Herstellers, nicht als Messergebnisse. LagerAlarm.eu vergleicht Preise und Verfügbarkeiten und betreibt kein Testlabor – Aussagen zur Schnittqualität findest du nur in unabhängigen Tests, die möglichst über mehrere Wochen laufen.
- Herstellerangaben: Fläche, Setup-Dauer, Objekterkennung, Steigung, Lautstärke, Reichweite
- Noch offen: Kartenstabilität über eine Saison, Erkennung kleiner Objekte, Servicequalität
- Ein Testbericht mit gestelltem Gerät ersetzt keine Langzeitprüfung
Abgrenzung zu RTK- und kamerabasierten Alternativen
Kabellose Mähroboter arbeiten 2026 im Wesentlichen mit drei Ansätzen: reines RTK mit fester Referenzantenne, kamerabasierte Navigation und LiDAR-gestützte Systeme. Eine Übersicht von PC-WELT ordnet RTK-Modelle wie den Ecovacs Goat A1600 oder den Segway Navimow X315 als zuverlässig bei freier Himmelssicht ein, nennt als Nachteil aber Empfangsprobleme durch Bäume und Gebäude. Kombinationslösungen aus 360°-LiDAR, NetRTK und KI-Kamera – dort am Beispiel Mammotion Luba 3 und Navimow i210 LiDAR Pro genannt – gelten derzeit als robusteste Variante.
Genau in dieses Feld stößt der M9 Pro: Er setzt nicht auf ein Verfahren, sondern auf Redundanz. Der praktische Unterschied zeigt sich weniger auf der offenen Wiese als in Randlagen – unter Bäumen, an der Hausmauer, in schmalen Durchfahrten. Wer einen weitgehend freien, rechteckigen Rasen hat, wird mit einem klassischen RTK-Modell in der Regel günstiger und ähnlich präzise fahren.
Ein zweites Abgrenzungsmerkmal ist NetRTK: Die Korrekturdaten kommen dabei über Mobilfunk statt über eine eigene Antenne. Das spart die Montage am Dach oder Mast, setzt aber Netzabdeckung voraus und wirft die Frage nach den Kosten für den Datendienst nach Ablauf einer eventuellen Gratisphase auf. Diese Konditionen solltest du vor dem Kauf schriftlich beim Anbieter erfragen, da sie je nach Hersteller und Land unterschiedlich geregelt sind.
- Reines RTK: günstig und präzise auf offenen Flächen, empfindlich bei Abschattung
- Kamerasysteme: keine Antenne nötig, abhängig von Licht- und Wetterbedingungen
- LiDAR-Kombisysteme: teurer, dafür robuster in verwinkelten Gärten
- NetRTK erspart die Antenne, hängt aber an Mobilfunkabdeckung und Datendienst
Checkliste vor dem Kauf eines LiDAR-Mähroboters der M-Serie
Die folgende Liste hilft, den Marktstart nüchtern zu bewerten. Sie ersetzt keinen Test, sondern strukturiert die Fragen, die du vor einer Bestellung selbst beantworten kannst – am besten mit Zollstock und einem Grundriss des Grundstücks.
Wenn du bei mehreren Punkten unsicher bist, spricht wenig dagegen, das Ende der Saison abzuwarten: Erste Langzeitberichte und Firmware-Updates verändern das Bild bei neuen Modellen regelmäßig, und die Preise neuer Mähroboter bewegen sich erfahrungsgemäß nach dem Marktstart.
- Fläche real messen und mit der empfohlenen, nicht der maximalen Herstellerangabe abgleichen
- Engstellen ausmessen: Passt der Roboter mit Sicherheitsabstand durch die schmalste Stelle?
- Steigungen und Stufenkanten prüfen; 3 cm Hindernishöhe sind schnell überschritten
- Zählen, wie viele getrennte Zonen anfallen und ob sie befahrbar verbunden sind
- Mobilfunkabdeckung am Grundstück prüfen, wenn NetRTK genutzt werden soll
- Klären, welche Kosten für Datendienst, Garage, Ersatzmesser und Ersatzakku anfallen
- Rückgabefrist, Garantiedauer und Service-Anlaufstelle in Deutschland schriftlich bestätigen lassen
- Vor dem Kauf aktuelle Preise und Lagerbestände vergleichen, statt auf Startaktionen aus Pressemeldungen zu vertrauen
- Firmware-Historie beobachten: Wie schnell reagiert der Hersteller auf bekannte Schwächen?
Häufige Fragen
Welcher Anthbot-Mähroboter deckt 1.000 m² mit LiDAR ab?
Der M9 Pro. Er ist laut Hersteller für Rasenflächen bis 1.000 m² ausgelegt und kombiniert 360°-LiDAR mit RTK, NetRTK und zwei KI-Kameras. Der reine LiDAR-Mäher der Serie, der M5 LiDAR, ist im Herstellershop dagegen nur für Flächen bis 500 m² angegeben.
Was kostet der Anthbot M9 Pro und ab wann ist er lieferbar?
Die unverbindliche Preisempfehlung liegt nach Angaben von connect, haus-garten-test und weiteren Fachmedien bei 1.299 Euro, der reguläre Verkaufsstart war der 27. Juli 2026. Zum Start gab es befristete Aktionspreise und eine Garage als Zugabe. Tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeiten musst du separat prüfen, da sie sich laufend ändern.
Braucht der Anthbot M9 Pro eine RTK-Antenne im Garten?
Nach Angaben des Herstellers lässt sich der M9 Pro über NetRTK betreiben, also mit Korrekturdaten per Mobilfunk statt über die mitgelieferte Antenne. Voraussetzung ist eine ausreichende Netzabdeckung am Grundstück; die Konditionen des Datendienstes solltest du vor dem Kauf erfragen.
Funktioniert LiDAR-Navigation auch unter Bäumen und bei Schatten?
LiDAR arbeitet unabhängig von Satellitensignalen und ist deshalb in verschatteten oder verbauten Bereichen im Vorteil. Es braucht allerdings Strukturen wie Zäune, Hecken oder Mauern als Bezugspunkte. Auf großen, offenen Flächen ohne solche Merkmale ist die Kombination mit RTK oder NetRTK der zuverlässigere Weg.
Was unterscheidet den Anthbot M9 vom M9 Pro?
Der M9 navigiert mit RTK und zwei Kameras, der M9 Pro ergänzt das um 360°-LiDAR und NetRTK. Beide sind laut Hersteller für bis zu 1.000 m² gedacht; der Aufpreis der Pro-Variante bezahlt vor allem die zusätzliche Sensorik für verwinkelte und verschattete Gärten.
Quellen
Dieser Beitrag stützt sich auf die folgenden öffentlich zugänglichen Angaben. Preise und Verfügbarkeiten ändern sich laufend – prüfe sie unmittelbar vor einer Kaufentscheidung direkt beim Händler.
- ANTHBOT – Produktseite M5 LiDAR (Herstellerangaben zu Fläche, Setup, Sensorik)
- ANTHBOT – Produktseite M9 (1.000 m², RTK und Dual Vision)
- connect: Anthbot M9 Pro startet mit HoloSense-Navigation
- haus-garten-test: ANTHBOT M9 Pro kombiniert LiDAR, RTK und KI-Kameras
- teltarif: ANTHBOT M5 Pro und M9 Pro mit KI-Navigation
- Notebookcheck: ANTHBOT M9 Pro mit Quad-Fusion-Navigation
- appgefahren: Anthbot M9 Pro mit vier Navigationssystemen
- mein-gartenexperte: ANTHBOT M9 Pro im Test (LiDAR und NetRTK)
- Deskmodder: ANTHBOT M9 Pro im Test
- PC-WELT: Mähroboter 2026 – LiDAR, RTK und Kamerasysteme im Vergleich
- IT Boltwise: Anthbot M-Serie mit LiDAR und KI für bis zu 1.000 Quadratmeter


